In den vergangenen Jahrzehnten als Fasnächtler und insbesondere als Präsident des VBF (1997-2002) wurde ich immer wieder von anderen Fasnachts-Comitées schweizweit in ihre carnavalesken Empfangslokale eingeladen und verwöhnt. Es liess mir keine Ruhe, dass ausgerechnet die Berner Fasnacht in ihrer wunderschönen Stadt über kein solches Lokal verfügt. Doch dann, vor elf Jahren, war ich wohl zur rechten Zeit am rechten Ort und konnte den historischen Kreuzgewölbekeller von der Burgergemeinde mieten. Sofort gründete ich mit einigen treuen Fasnachtsfreunden am 10.11.2006 die „Zunft zur füfte Jahreszyt“ (eine Zunft der etwas anderen Art…). Die Gründungsurkunde schmückt seither eine Wand des offiziellen Fasnachtskellers an der Gerechtigkeitsgasse 61 in der Berner Altstadt. So kam die Berner Fasnacht endlich auch zu ihrem eigenen carnavalesken Lokal, in welchem sämtliche Sitzungen, Empfänge und Events stattfinden.                                           Der Zunftmeister Cuco Dietrich


ALT – JUNG

Mein jahrelanger Hausarzt und Freund hat mir mal gesagt: „Wir sind gebaut worden um fünfzig, im besten Fall sechzig zu werden!“ Diese Worte kommen mir jedes Mal in den Sinn, wenn ich meine „alten“ Mitmenschen jammern höre…! (Ich spreche hier nicht von Härtefällen, denn es braucht eine tolle Portion Glück, gesund zu sein und zu bleiben!)

Ich bin 72 und empfinde mein Alter als Privileg, ein super Leben gelebt zu haben und immer noch leben zu dürfen! Wir sind – wie wertvolle Oldtimer – reparaturanfällig, aber dabei hilft uns ja ein medizinisches Wissen auf höchstem Niveau! Ich hoffe nur, dass unser Sozialsystem, sprich AHV, diesem stetigen Älterwerden trotzen kann…!

Nun…, genug philosophiert…, aber weshalb happert es in der Gesellschaft immer mehr an jungen Nachfolgern und Nachfolgerinnen, sei es im Musikverein, im Sport-Club, im Freizeitwesen und eben… an der Fasnacht???

Ich glaube, dass die heutige Jugend extrem innovativ, kreativ und aktiv ist, sie allerdings etwas Bereitschaft zu ehrenamtlicher Tätigkeit verloren hat; man umschreibt dies auch als „Herzblut“…!

Diese Zeiterscheinung könnte man auch als „Generationenwechsel“ benennen, hatte ich doch vor sechzig Jahren andere Lebensinhalte als meine Eltern und meine Buben haben vor vierzig Jahren auch anders getikt als ich…und…

…an der Fasnacht ist es nicht anders! Die Verantwortlichen kämpfen Jahr für Jahr um Nachfolgeregelungen im Vorstand, in den Kommissionen, in den Guggen, in den Schnitzelbänken, etc. etc.

Ich pflege stets zu sagen: „Es isch, wi’s isch…“ und wünsche den künftigen Generationen ein mega „Herzblut“, ohne dieses nichts mehr geht…!                                                                                                                                                                 Cuco Dietrich / 2020


Fotos vom vorläufig letzten Zunft-Apéro am Montag, 16. März 2020



Öffentlicher 

Zunft-Apéro

Jeden Montag von 17.00 bis 20.00 Uhr

Vorankündigung:

Juli und August ist der Zunftkeller geschlossen.

Wir wünschen allen eine schöne Sommerzeit und freuen uns Euch ab September wieder begrüssen zu dürfen

 

 

 



Z


Gründerväter und Zunfträte

Zünfterinnen und Zünfter